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Die Zukunft der Terminologie im Internet der Dinge

Das Internet der Dinge (IdD) bezeichnet die Kommunikation zwischen Geräten mit Sensoren, die über das Internet alle möglichen Arten von Daten übertragen. Es handelt sich gewissermaßen um ein riesiges Netzwerk miteinander verbundener Objekte (bzw. Dinge): Waren, Maschinen, Geräte, Gebäude, Fahrzeuge, Tiere, Menschen, Pflanzen, Erdboden und Ähnliches. Diese interagieren kontext- und inhaltsabhängig anhand ihrer „Sinne“ miteinander und reagieren aufeinander. Es schwirren viele Bezeichnungen für dieses Phänomen herum: die dritte Welle des Internets, die nächste industrielle Revolution, der nächste Wirtschafts-Big-Bang, das New Age, das neue Eldorado der Innovation …

Was noch vor wenigen Jahren wie eine Szene aus futuristischen Filmen wie Terminator oder Avatar erschien, ist inzwischen Realität. Seit 2011 bietet die Initiative IoT Awards Entwicklern und Unternehmen ein Forum zur Präsentation ihrer neuen IdD-Produkte und -Dienstleistungen. Chad Jones beschrieb erst kürzlich in einer Vorlesung für das Harvard Innovation Lab, wie schnell das Internet der Dinge wächst und den bislang größten Markt für Technologie schafft. Experten konnten sich zwar bislang auf keine Schätzung einigen, aber generell wird davon ausgegangen, dass es bis 2020 ca. 25 Milliarden IdD-Geräte geben wird, was einem Marktwert von 4,5 Billionen US-Dollar entspricht (CISCO zufolge sogar 14,4 Billionen US-Dollar). Bis zum Jahr 2025 werden 1 Billion Geräte erwartet.

Aber welche Rolle spielt eigentlich Terminologie im Internet der Dinge? Denken Sie nur einmal an all die Produkte und Services, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen werden. Übersetzung, Globalisierung, Internationalisierung und Lokalisierung sind unverzichtbar für die effektive Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Sprachbarrieren müssen schneller überwunden werden, und es liegt auf der Hand, dass Terminologiemanagement angesichts der riesigen Mengen technischer Daten, die in Echtzeit zu verarbeiten sind, eine entscheidende Rolle spielen wird.

Das Internet der Dinge wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus und schafft neue Anforderungen in Bezug auf Datenerfassung und -verarbeitung. Es geht nicht allein um das Verbinden von Geräten und ihre Erweiterung um noch intelligentere Funktionen. Es müssen Datenbanken angelegt werden, damit Informationen extrahiert und gespeichert, übersetzt, lokalisiert und verteilt werden können. Nur so können die betreffenden Produkte und Dienstleistungen von Kunden in aller Welt erreicht werden.

Dazu zählen neue Apps, Bedienungsanleitungen für neue Geräte und innovative Spiele, die häufig zur Demo innovativer Technologien und Interaktionsmöglichkeiten genutzt werden; neue auf das Internet der Dinge bezogene Standards, die sich aus der Arbeit der vor Kurzem gegründeten Open Connectivity Foundation ergeben; neue Sicherheitsprotokolle, die zur Verwaltung und Kontrolle des Internet der Dinge geschaffen werden. Das Internet der Dinge beeinflusst Gebäude, Strom-/Gasversorgung, Verbraucher- und Heimtechnologien, Gesundheitswesen und Life Sciences, industrielle Dienstleistungen, Transport, Einzelhandel, Sicherheit und öffentliche Sicherheit, IT und Netzwerke – kurzum: alle Bereiche, in denen verbundene Dienstleistungen („Connected Services“) eingesetzt werden!

Übersetzungsagenturen und Unternehmen stehen bereits in Kontakt mit Kunden, die ihre Übersetzungs-, Lokalisierungs- und Terminologiemanagement-Strategien aller Voraussicht nach überdenken müssen. Jacob Morgan, der als Autor bei Forbes tätig ist, geht davon aus, dass in Zukunft alles, was verbunden werden kann, auch tatsächlich verbunden wird. Und meiner Meinung nach gibt es bei allem, was verbunden werden kann, Bedarf an Übersetzungen – Terminologie wird daher eine zentrale Rolle spielen. Unsere Herausforderung besteht darin, den Übersetzungsbedarf schnell, effizient und präzise zu verwalten: mithilfe von strengen Standards und effektiven Tools und Systemen für das Terminologiemanagement.

Weitere Informationen zu Terminologie und Terminologiemanagement finden Sie auf unserer Webseite.